Wenn niemand kommt

- 12.11.2025 - 

Jedes Jahr werden auf dem Offenburger Weingartenfriedhof zirka 30 bis 40 Beisetzungen vom Ordnungsamt in Auftrag gegeben. Verstorbene, bei denen in der Kürze der Zeit keine Angehörigen ausfindig gemacht werden können, werden dann von Amts wegen bestattet. Diese Trauerfeiern finden oft ohne Angehörige statt. Wenn die Verstorbenen keiner Religionsgemeinschaft zugehörig waren, kommt auch kein Geistlicher.

 Der Organist/die Organistin und eine mitarbeitende Person der Friedhofsverwaltung sind dann allein in der Trauerhalle. Beim dritten Lied geht der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin mit der Urne ans Grab und setzt sie still bei.
 
Prädikant Tobias Schulz ist Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung und kennt diese ausfüllende Leere bei Trauerfeiern, wenn niemand kommt. In einer Gedenkstunde soll noch einmal dieser einsam Verstorbenen und Bestatteten gedacht werden. Mit einer kurzen biblischen Geschichte möchte Tobias Schulz deutlich machen, dass gesellschaftliche Armut jeden treffen kann. Musikalisch wird die Gedenkstunde vom Kirchenchor St. Sixtus Zunsweier und Eva Peichl an der Orgel umrahmt.
 
Wenn niemand kommt – eine Gedenkstunde für einsam Gestorbene und Bestattete am Sonntag, 23.November, 15 Uhr, in der Aussegnungshalle auf dem Weingartenfriedhof.